Verena und die Schneekönigin
Autor: Marko Pejović
Geeignet für Kinder ab sechs Jahren, mit Lektionen, die weit über die Kindheit hinausgehen
Mitgestaltet von Kindern in Serbien, Polen, Slowenien, Spanien und Indien – weiterentwickelt durch das Feedback von Kindern weltweit
Anders zu sein macht dich einzigartig!
Verena, ein Mädchen mit Down-Syndrom, hört das Märchen von der Schneekönigin und findet dadurch die Kraft, für ihre Freundschaft mit dem Jungen Konstantin zu kämpfen.
Figuren
Verena
Verena hat mandelförmige Augen, eine flache Nase und das, was wir Down-Syndrom nennen. Sie sieht vielleicht anders aus als andere Kinder, aber das, was sie wirklich von den anderen unterscheidet, ist ihr Herz. Sie ist besonders einfühlsam und spürt schon auf den ersten Blick, was andere brauchen. Selbst die größte Ungerechtigkeit kann ihre aufrichtige Freundlichkeit nicht trüben, und immer, wenn jemand in Schwierigkeiten ist, beweist sie ihren Mut. Mit Unterstützung ihrer Großmutter erkennt Verena, dass ihr Anders-Sein in Wahrheit ihre größte Stärke ist und dass es oft die kältesten Herzen sind, die am meisten Liebe brauchen.
Konstantin
Konstantin ist ein außergewöhnlich sanfter, fürsorglicher und intelligenter Junge und dazu noch ein sehr guter Freund. Am liebsten würde er Verena vor allem Bösen bewahren, dabei kann er nicht einmal sich selbst vor Mobbing schützen. Obwohl er zwischenzeitlich die Orientierung verliert, lernt Konstantin bald, was er tief im Inneren schon immer wusste: dass Freundschaft stärker ist als Angst oder Scham, und dass es großer Stärke bedarf, einen Fehler zuzugeben und um Entschuldigung zu bitten.
Werner
Werner ist ein Junge, der seine Unsicherheiten verbirgt, indem er andere hänselt und sich als Anführer geriert. Er kämpft mit Selbstzweifeln und wünscht sich, groß und stark zu sein und von seinen Freunden bewundert zu werden. Er schikaniert andere, weil er so vieles an sich selbst nicht lieben gelernt hat. Im Laufe der Geschichte zeigen ihm Verena und Konstantin, dass man trotz seiner Verletzungen lernen, wachsen und sich ändern kann.
Großmutter
Großmutter ist sanft, weise und unendlich geduldig. Sie erkennt Verenas Gaben und fördert sie mit Liebe und guten Ratschlägen. Statt direkter Antworten lehrt sie Verena, auf ihr Herz zu vertrauen, an ihre Fähigkeiten zu glauben und mutig zu handeln. Mit ihrer stillen Weisheit zeigt die Großmutter, dass emotionale Intelligenz – Empfindsamkeit, Verständnis und Einfühlungsvermögen – eine Stärke ist, mit der man viele Menschen erreichen kann.
Die Brücke
Die Brücke zwischen Verenas und Konstantins Elternhäusern ist mehr als nur eine Verbindung von einem Haus zum anderen: Sie ist ein Symbol ihrer Freundschaft. Sie steht für Vertrauen, Resilienz und für den gemeinsamen Weg, auf dem die beiden ihre Ängste, Gruppendruck und Missverständnisse überwinden. Die Brücke erinnert sie bei jeder Querung daran, dass Beziehungen, die auf Mitgefühl und Mut gebaut sind, jeden Sturm überstehen können.
Themen
Güte als Stärke
Verenas Gutherzigkeit ist keine Schwäche, sondern ihre größte Stärke. Sie ist imstande, über Wut und Sticheleien hinwegzusehen, lässt sich von Grausamkeit nicht einschüchtern, und ihr Einfühlungsvermögen lehrt uns, dass diejenigen, die andere verletzen, oft bloß ihre eigenen Wunden verbergen.
Zugehörigkeit und Identität
Dank der Weisheit ihrer Großmutter lernt Verena, dass das, was sie „anders“ macht, ihre größte Stärke ist. Ihre Geschichte fragt: Was heißt es wirklich, dazuzugehören? Teile von sich zu verbergen oder genau so akzeptiert zu werden, wie man ist?
