Pocahontas langweilt sich
Von Sonja Eismann
Geeignet für Kinder ab 6 Jahren, beliebt bei Abenteurer*innen jeden Alters
Verfeinert durch Feedback von Kindern in Montenegro, Slowenien, Kroatien, Südafrika und Israel
Als starkes, furchtloses Mädchen, gelangweilt vom friedlichen Leben auf ihrer schönen Insel, sucht Pocahontas nach Abenteuern, wann immer sie kann. Nachdem sie ein altes verzaubertes Buch gefunden hat, lädt sie unwissentlich jemanden aus der Alten Welt ein und bringt Chaos in ihre harmonische Gemeinschaft. Als Gier und Kontrolle die Oberhand gewinnen und alles bedrohen, was sie liebt, sogar ihre engste Freundschaft, lernt Pocahontas, dass Stärke nicht nur aus Mut entsteht, sondern auch aus Liebe und Fürsorge füreinander … und dass neue Abenteuer direkt auf ihrer kleinen, gar nicht so langweiligen Insel zu finden sind.
Charaktere
Pocahontas
Pocahontas ist ein starkes, furchtloses und ruheloses Mädchen, das immer begierig ist, ihre Grenzen auf der Suche nach neuen Abenteuern zu testen. Geduld und Zuhören sind nicht ihre Stärken, Mut und Neugierde umso mehr. In der Geschichte erfährt sie, dass Langeweile nicht nur durch gewagte Sprünge, Tempo und die Suche nach Neuem bekämpft werden kann, sondern auch durch das, was ihr bereits am Herzen liegt.
Nakoma
Nakoma ist die beste Freundin von Pocahontas und das genaue Gegenteil. Sie ist ein liebevolles und nachdenkliches Mädchen, das tief mit der Welt um sie herum verbunden ist. Sie mag nach außen hin vorsichtig und ruhig erscheinen, aber sie birgt große Weisheit und Stärke in sich. Als wahre Heldin der Geschichte lehrt sie Pocahontas, dass Freundlichkeit, Empathie und Fürsorge mächtiger sind, als sie auf den ersten Blick scheinen mögen.
Bibi
Bibi ist der treue tierische Gefährte von Pocahontas. Er ist ein verspielter und fauler Biber, aber er ist auch fürsorglich und weise. Obwohl er Ruhe und Komfort genießt, ist er aufmerksam und beschützend gegenüber seiner Freundin. Bibi spürt oft die Gefahr, bevor sie entsteht, und mahnt Pocahontas, ruhig zu bleiben und nachzudenken, bevor sie handelt.
Die Neuankömmlinge
Die Neuankömmlinge aus der Alten Welt sind getrieben von Angst, Gier und dem Bedürfnis nach Besitz und Kontrolle. Sie messen Wert anhand von Besitztümern, Beziehungen und Menschlichkeit haben keine Bedeutung. Ihre strengen Regeln haben zu Spaltung geführt, wo einst Vertrauen, Zusammenarbeit und Respekt herrschten. Sie stehen für den Schaden, der entsteht, wenn wir vergessen, in Harmonie mit unseren Mitmenschen und der Natur zu leben.
Themen
Neugier und Ruhelosigkeit
Selbst wenn ihre Welt friedlich ist, fühlt Pocahontas sich still und heimlich zu etwas hingezogen, das über das Vertraute hinausgeht. Das kann Türen öffnen zum Staunen, aber auch unerwartete Konsequenzen und Momente mit sich bringen, die ihre Stärke auf die Probe stellen.
Gier und Kontrolle
Was als Besuch aus der Alten Welt beginnt, versinkt im Chaos, als Macht und Besitz auf der Insel Einzug halten. Dabei wird deutlich, wie leicht das Gleichgewicht gestört werden kann, wenn die Grundwerte einer Gemeinschaft nicht geschützt werden. Die Geschichte erinnert uns daran, dass selbstsüchtiges Handeln und Achtlosigkeit bleibende Narben bei Menschen und Orten hinterlassen.
Gemeinschaft
Als ihre Welt bedroht ist, lernt Pocahontas, dass niemand eine Gemeinschaft allein beschützen kann und dass Überleben nur durch geteilte Sorge und Verantwortung möglich ist. Wahre Stärke entsteht durch Zuhören, Zusammenarbeiten und gemeinsames Handeln.
Loyalität und Freundschaft
Die Geschichte untersucht, wie Angst und Konflikte selbst die stärksten Bindungen belasten können und was nötig ist, um sie zu schützen. Empathie statt Spaltung zu wählen, wird zu einem Akt stiller Tapferkeit.